Archiv für den Monat: November 2014

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Shitstorm-Generator: Der DFB freut sich über Siege unterm Hakenkreuz

Dieser Tweet, vom DFB vor drei Stunden rausgehauen, wird dem Deutschen Fußballbund noch viel Freude bereite, schätze ich mal.

Der Leitsatz “irgendwas mit Hitler klickt immer” kann auch auf Twitter übertragen werden. Genau wie der Leitsatz “Content-controlling hört nicht bei Twitter auf”. Oder der: “Die eigene Nazi-Vergangenheit immer kritisch beleuchten”. Oder “Wenn irgendwo Hakenkreuze zu sehen sind, dann besser nicht posten”. Ich mein echt – wahrscheinlich hat der Azubi des Twitter-Azubis beim DFB sich nix dabei gedacht, 100 Siege heil, das ist ja mal ne schöne Zahl, raus damit. Und das Hakenkreuz da auf der Brust, naja, das ist ja auch schon alles ganz schön lange her. So, durch den sich jetzt abzeichnenden Shitstorm muss der DFB jetzt aber leider durch. Ich finde es ehrlich gesagt immer faszinierend, wie so große Institutionen oft so wenig mitdenken.

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Das Ende des linearen Radios

Als Medienmensch, vor allem als einer, der viel für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk arbeitet, müssten mir das Radio eigentlich wichtig sein. Radionachrichten beispielsweise – wegen des Sendeauftrags und so, Wort/Musik-Verhältnis im Radio. Demokratie-erhaltende Informationspflicht der Bevölkerung und so. Aber wenn ich zu mir ehrlich bin, kann ich inzwischen ganz gut ohne die meisten Wellen auskommen. Damit dürfte ich kein Einzelfall sein: Dem Radio steht aber ein ähnlich großer Umbruch wie den Zeitungen bevor – und genau wie diese droht auch das Radio, davon überrumpelt zu werden.  Das Ende des linearen Radios weiterlesen

Fernbus-Blues

Eine Fahrt von Schwerin nach Berlin kostet 11 Euro, dreimal mal am Tag fährt der Bus. Spätestens um 8:34 scharren die ersten jungen Alten an der Haltestelle mit den Füßen – in einer Minute soll Abfahrt sein, der Bus ist aber noch nicht da. Telefone werden gezückt und die erwachsenen Kinder angerufen – die sollen, obwohl wahrscheinlich gerade auf dem Weg zur Arbeit, doch bitte jetzt, genau jetzt überprüfen, ob mit der Buchung alles richtig gelaufen ist. Auch alle Informationen dazu sorgsam ausgedruckt auf einem DIN A 4 Blatt stehen. Das wird im Anschluss studiert, wobei sich lautstark mit dem Partner darüber ausgetauscht und gegenseitig versichert wird, dass eigentlich alles OK ist.
Der Bus kommt und muss scharf bremsen, weil die Best-Ager fast vom Bordsteinrand der Haltestelle auf die Straße kippen, so begierig sind sie darauf, den Bus zu besteigen. Fernbus-Blues weiterlesen

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#SLAT und guter Journalismus: John Olivers “Last Week Tonight”.

Schon in der zweiten Ausgabe von Last Week Tonight passierte etwas Unglaubliches: Vor der Kamera saß ein harmlos-nett aussehende John Oliver und sprach mit leicht britischem Englisch 10 Minuten über die Todesstrafe. Meinungslastig, unterhaltsam und ja, tatsächlich sehr witzig. Noch mal: Todesstrafe, witzig.

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