Archiv für den Monat: November 2013

Feigenblatt-PR – eine Kirche mit Penis-Gebäude

Die Kirche – aus dem All betrachtet.

Ja, das Gebäude der Dixon Science Church sieht etwas  – nun ja – unglücklich aus, wird es von oben betrachtet. Das kann auf Google Maps jeder genau sehen. Spott und Häme sind der Kirche gewiss – vor allem im Englischen gibt es jede Menge Witze (“I haven’t heard of them in a schlong time”, “and ”Rise up” is their slogan….”). Die Kirche kann jetzt aber kaum ihr Gebäude einfach wieder abreißen, es um- oder anbauen, nur weil man plötzlich aus dem All erkennt, dass es aussieht wie ein riesiger – Penis.

Also postet man auf der eigenen Facebook-Seite sein eigenes Bild. Bravo, das nenne ich gelungene PR.

Das Facebook - Hintergrundbild der Kirche
Das Facebook – Hintergrundbild der Kirche

Absolute Objektivität

Zuerst eine Binse: Die absolute Objektivität im Journalismus gibt es nicht.

Und das bestreitet auch kaum jemand. Doch dieses Faktum wird im Journalismus all zu leicht missbraucht. Natürlich gibt es keine absolute Objektivität, ganz unabhängig davon, wer sie denn beurteilen könnte. Trotzdem gibt es die objektive Berichterstattung als Ziel, das, wenn es auch nie zu hundert Prozent erreicht werden kann, so doch immer angestrebt werden sollte. Dass absolute Objektivität nicht erreicht werden kann, wird aber all zu leichtfertig als Rechtfertigungbenutzt, um überhaupt nicht mehr objektiv zu berichten. All zu viele meiner Kollegen vertreten den offen meinungsbildenden Ansatz. Aka: “Ich weiß, was gut für den Leser/die Gesellschaft ist, daher berichte ich dementsprechend.” Wer sich als Journalist aber von der Pflicht befreit, so objektiv wie es ihm nur möglich ist zu berichten, für den ist es auch nur noch ein kleiner Schritt, Wahrheit und Fakten ganz über Bord zu werfen. Tom Kummer lässt grüßen.

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